Thyssen-Krupp-Werk in Duisburg-Hüttenheim wird schließen

Mittlerweile sollte jeder erkannt haben, dass sich die Wirtschaft in einer Rezession befindet und wir uns mit zunehmender Geschwindigkeit auf eine große Krise hinbewegen. Besonders in Duisburg wird man es schon bald merken.

 

Die größte Branche in Duisburg ist und bleibt die Metallerzeugung und -bearbeitung, umso härter war deshalb vergangen Donnerstag die Nachricht, dass das Thyssen-Krupp-Werk in Hüttenheim schließen wird. Zwar steht es bis Ende Juni diesen Jahres zum Verkauf, jedoch ist es fraglich, ob es jemand weiterführen möchte. Daher wurde angemerkt, dass, wenn sich kein Käufer für das Werk findet, es einfach geschlossen wird. Im Unterton wirkt das so, als wenn die aktuelle Führung Zweifel daran hat, dass jemand tatsächlich so dumm wäre, an ihre Stelle zu treten.

Immerhin ist Thyssen heute ja schon lange nicht mehr das, was es einmal war. Es ist schon Jahrzehnte her, dass Thyssen ein aufstrebendes, von Expansionen geprägtes deutsches Unternehmen war, dass sich immer mehr Marktanteile zusicherte, dem deutschen Volke eine sichere Verdienstmöglichkeit bot und unter anderem auch stark zu der 12-Jahre-Autarkie beitrug. Seit Kriegsende verlor Thyssen immer stärker an Macht und musste 1999 sogar mit Krupp fusionieren, einem einst ebenfalls legendären deutschen Unternehmen das dasselbe Schicksal ereilt, in der Hoffnung, vielleicht doch nicht unterzugehen. Nun gehen sie gemeinsam unter.

Somit wird mit höchster Wahrscheinlichkeit niemand das Werk in Hüttenheim kaufen wollen und weitere 800 Arbeiter werden arbeitslos. Noch weitere werden folgen, denn schließlich hängen an Thyssen-Krupp auch weitere Existenzen wie beispielsweise die der Zulieferer. Ohne das Werk in Hüttenheim werden auch sie weniger Umsatz machen und als Folge dessen vielleicht auch sogar Arbeiter entlassen müssen.

Zudem ist aufgrund eines Flugblattes, das am darauffolgenden Tage vom Betriebsrat verteilt wurde, auch bekannt, dass auch an anderen Standorten insgesamt bis zu 2800 Arbeitsplätze wegfallen werden müssen. Da es zuvor hieß, dass es „nur“ 2000 sein sollten, darf man sich auch nicht darauf verlassen, dass es jetzt bei „nur“ 2800 weggefallenen Plätzen bleibt. Und vor allem, weil es mit der Arbeitslosenquote sowieso schlecht um Duisburg steht, diese liegt nämlich bei 18%, wird sich die kommende Entwicklung sehr stark bemerkbar machen.Welche Ausmaße das Ganze noch annehmen wird, ist aktuell noch ungewiss. Fakt ist nur, dass mit dem Anstieg der Zahl der Arbeitslosen und damit der Abnahme der Produktionsleistung die Krise kommt. Wie schlimm es dann tatsächlich wird, steht in den(/m) Stern(en).

 

Glücklicherweise stehen dieses Jahr jedoch auch die Kommunalwahlen an, das bedeutet, dass man als Duisburger versuchen kann, dieser Entwicklung über eben diese entgegenzuwirken. Da wir nun einmal die einzige ernstzunehmende Partei in dieser Stadt sind, sollte sich der Wähler, wenn er es nicht ohnehin schon tut, seine Stimme an DIE RECHTE zu geben.

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